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4 verschiedene Frauen lachen gemeinsam

Die 4 Phasen im Zyklus einer Frau

Wir sind nicht jeden Tag gleich. Niemand ist es, das betrifft nicht nur uns Frauen. Aber bei Frauen mit einem Zyklus, sind es zusätzlich die Hormone, die unsere Stimmung, Wahrnehmung, Bedürfnisse, Ressourcen, unseren Körper und Beziehungen beeinflussen. In jedem Zyklus, also ungefähr jeden Monat, durchwandern wir 4 verschiedene Phasen.

Oft wird uns beigebracht, dass das „Schwankungen“ sind, die man irgendwie ausgleichen sollte. Doch der weibliche Zyklus verläuft nicht linear. Er bewegt sich in Wellen und das ist genau richtig so.

Wenn du beginnst, diese Phasen zu verstehen, entsteht oft etwas ganz Ruhiges und du lernst im Einklang mit dir zu leben.
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Die Follikelphase: zyklischer Frühling
Nach der Menstruation beginnt langsam eine neue Bewegung. Dein Körper richtet sich wieder nach außen. Die Energie kehrt zurück, Gedanken werden klarer, vieles fühlt sich leichter an. Du bist oft neugieriger, offener für Neues, kannst Dinge strukturieren und planen.

Wie im Frühling entsteht ein Gefühl von Aufbruch, von Möglichkeit und neue Kraft.

Auch im Kontakt mit anderen Menschen fällt es vielen Frauen in dieser Phase leichter, in Verbindung zu gehen. Gespräche fühlen sich zugänglich an, Beziehungen oft unkomplizierter.

Dein Nervensystem ist in dieser Phase meist stabiler und kann Stress besser regulieren.
Du hast mehr Kapazität, ohne dich dabei gleich überfordert zu fühlen. Auch dein Körper fühlt sich oft stabiler an. Die Faszien sind klarer strukturiert, weniger nachgiebig, was dir ein Gefühl von Halt und Ausrichtung geben kann.
Zwei Frauen lachen
Der Eisprung: zyklischer Sommer
Rund um den Eisprung erreichst du den Höhepunkt dieser nach außen gerichteten Energie. Viele Frauen erleben sich in dieser Phase besonders präsent, lebendig und verbunden. Du bist sichtbar, oft strahlend, kannst dich gut ausdrücken und bist emotional zugänglich.

Wie im Sommer ist alles weit und offen.

Beziehungen stehen im Vordergrund, Nähe kann sich leicht und natürlich anfühlen. Du nimmst andere oft klar wahr, bist empathisch und gleichzeitig stabil in dir.

Dein Nervensystem ist gut reguliert, du kannst viel aufnehmen, ohne schnell aus dem Gleichgewicht zu geraten. Auch dein Körper trägt diese Qualität. Er ist beweglich, kraftvoll, gleichzeitig elastisch. Die Faszien reagieren gut auf Bewegung, dein System ist weicher und lebendig.
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Die Lutealphase : zyklischer Herbst
Nach dem Eisprung beginnt eine Veränderung, die oft feiner ist, aber sehr deutlich spürbar sein kann. Dein Fokus verschiebt sich langsam nach innen. Du wirst sensibler für Zwischentöne, für das, was nicht ganz stimmig ist.

Wie im Herbst beginnt eine Zeit des Sortierens und Loslassens. Die Natur zieht sich langsam zurück, so auch deine Energie.

Viele Frauen spüren in dieser Phase eine größere emotionale Tiefe. Gefühle sind intensiver, ehrlicher, manchmal auch roher. Auch in Beziehungen zeigt sich das. Du nimmst klarer wahr, was dich nährt und was nicht. Was vorher leicht war, kann sich plötzlich schwerer oder anstrengender anfühlen. Bei vielen Frauen wird hier Wut zum Thema, weil sie ihre Grenzen und ihre Energie intuitiv beschützen wollen.

Dein Nervensystem reagiert empfindlicher auf Stress. Reize können schneller zu viel werden, du brauchst mehr Rückzug und Ruhe. Auch körperlich verändert sich etwas. Durch das Progesteron wird dein Gewebe weicher und nachgiebiger. Genau das macht dich aber auch anfälliger für Verletzungen und Körperarbeit (z.B. Massagen, Dehnungen) wirken tiefer.
Frau ist müde und schläft
Die Menstruation: zyklischer Winter
​Mit der Menstruation beginnt die ruhigste Phase deines Zyklus. Es ist Zeit für Regeneration, für Nichts-Tun und einfach Sein.

Wie im Winter zieht sich alles in sich zurück. Die Natur begibt sich in einen wohlverdienten Winterschlaf und wir oft von einer schützenden Schneeschicht ummantelt. 

​Dein Körper lässt los, was nicht mehr gebraucht wird. Viele Frauen spüren in dieser Zeit ein Bedürfnis nach Stille, nach Rückzug, nach wenig Reizen, nach Alleine-Sein. Es ist eine Phase, in der weniger Energie nach außen verfügbar ist. Gleichzeitig liegt hier oft eine besondere Klarheit. Wenn du dir erlaubst, langsamer zu sein, kannst du dich selbst sehr ehrlich wahrnehmen.

Emotionen sind oft reduziert auf das Wesentliche und du spürst klarer, was wahr ist. Auch dein Nervensystem braucht hier besonders viel Sicherheit und Ruhe. Zu viel Stress oder Druck kann dich schneller aus dem Gleichgewicht bringen. Dein Körper ist weicher, offener, durchlässiger.
Die Faszien reagieren sensibel, alles ist mehr im Loslassen als im Halten.
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Hormone aus dem Gleichgewicht
Vielleicht erkennst du dich in diesen Phasen wieder. Vielleicht aber auch nicht oder nur teilweise. Denn wie sich dein Zyklus anfühlt, hängt stark davon ab, ob deine Hormone im Gleichgewicht sind. Wenn dieses Gleichgewicht verschoben ist, können sich auch die einzelnen Phasen anders zeigen.

Der innere Frühling kann sich dann zum Beispiel nicht leicht und klar anfühlen, sondern eher unruhig, getrieben oder innerlich angespannt. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass zu viel Östrogen da ist, ohne ausreichend ausgleichendes Progesteron. Also dass eine Östrogendominanz vorherrscht.

Auch die Lutealphase, also dein innerer Herbst, kann intensiver werden. Vor allem dann, wenn du an einem  Progesteronmangel leidest. Statt einer feinen, klaren Wahrnehmung entsteht PMS, emotionale Überforderung oder das Gefühl, dich selbst kaum halten zu können. Progesteron ist nämlich das Hormon, das dein Nervensystem beruhigt und dir innere Stabilität schenkt. Stress ist einer der Hauptgründe, der dir Progesteron „stiehlt“. Im wahrsten Sinne des Wortes. Genaueres kannst du im Beitrag „So führt Stress zu Progesteronmangel“ nachlesen. 
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Der Weg zurück
Dein Hormonsystem reagiert auf die Art, wie du lebst. Das macht es auf auf negative aber auch auf positive Weise. Wenn du beginnst zu verstehen, wie dein Zyklus funktioniert und was dein Körper wann braucht, gelangen deine Hormone nach und nach in Balance. Zykluswissen kann dir dabei helfen dich in all dem zu orientieren und wieder Vertrauen in deinen natürlichen weiblichen Rhythmus zu finden.

Wenn du tiefer in diese Zusammenhänge eintauchen möchtest, findest du im Onlinekurs zum Zykluswissen „ausführlich“ eine ruhige, verständliche Begleitung. Falls du nur das Wesentliche zusammengefasst haben möchtest, könnte die Variante Zykluswissen „kompakt“ etwas für dich sein.

Und wenn du dieses Wissen nicht nur für dich, sondern auch für andere Frauen halten möchtest, begleitet dich die Ausbildung zur Trainerin für Zykluswissen für noch ein Stück weiter.

Du darfst deinen eigenen Rhythmus wieder kennenlernen. In deinem Tempo. Und auf deine Weise.
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